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LeistungenSicherung des Lebensunterhalts

Das Arbeitslosengeld II für erwerbsfähige Leistungsberechtigte bzw. das Sozialgeld für nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte umfasst neben dem individuellen Regelbedarf die angemessenen Bedarfe für Unterkunft und Heizung, soweit diese Bedarfe nicht durch Einkommen oder Vermögen unter Beachtung von Absetzbeträgen und Schonvermögen gedeckt sind. In der Regel werden auch die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung übernommen. Hinzu kommen gegebenenfalls Mehrbedarfe, die für besondere Lebenslagen berücksichtigt werden. Ergänzend können zudem im Einzelfall einmalige Leistungen gewährt werden.

Regelbedarfe

Der Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts umfasst insbesondere Bedarfe für Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, Haushaltsenergie ohne die auf die Heizung und Erzeugung von Warmwasser entfallenen Anteile sowie Bedarfe zur Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft. Der Regelbedarf wird als monatlicher Pauschalbetrag berücksichtigt.

Regelbedarf bei Arbeitslosengeld II/Sozialgeld ab 01.01.2021

Alleinstehende;
Alleinerziehende;
Volljährige mit minderjährigem Partner
446 EUR
   
Volljährige Partner je 401 EUR
   
Volljährige bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres;
Personen unter 25 Jahre, die ohne Zusicherung des kommunalen Trägers umziehen (18-24 Jahre)
357 EUR
   
Kinder bzw. Jugendliche im 15. Lebensjahr (14 Jahre) bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres;
Minderjährige Partner (14-17 Jahre)
373 EUR
   
Kinder ab Beginn des 7. Lebensjahres bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres (6-13 Jahre) 309 EUR
   
Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (0-5 Jahre) 283 EUR

Mehrbedarfe

Im Einzelfall haben Leistungsberechtigte aufgrund besonderer Lebensumstände einen erhöhten Bedarf, der nicht durch den Regelbedarf gedeckt wird. Folgende Mehrbedarfe werden berücksichtigt:

  • Mehrbedarf für werdende Mütter
  • Mehrbedarf für Alleinerziehende
  • Mehrbedarf für Menschen mit Behinderungen, die bestimmte Leistungen nach dem SGB IX bzw. dem SGB XII erhalten
  • Mehrbedarf für Leistungsberechtigte, die aus medizinischen Gründen eine kostenaufwändigere Ernährung benötigen (wenn diese nachweislich erforderlich ist)
  • Mehrbedarf für Warmwasser
  • Mehrbedarf für voll erwerbsgeminderte Sozialgeldempfänger, wenn sie Inhaber eines Schwerbehinderten­ausweises mit dem Merkzeichen G sind

Bedarfe für Unterkunft und Heizung

Die Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen, soweit diese angemessen sind. Die Angemessenheitsgrenzen richten sich nach dem jeweiligen Wohnort im Rhein-Erft-Kreis und der Größe der Bedarfsgemeinschaft bzw. des Haushalts. Für Ihren Wohnort können Sie gerne in Ihrer zuständigen Geschäftsstelle die Angemessenheitsgrenzen in Erfahrung bringen.
Bitte sprechen Sie als Kundin bzw. Kunde des Jobcenters Rhein-Erft in jedem Fall vor einem geplanten Umzug in Ihrer aktuell zuständigen Geschäftsstelle des Jobcenters vor!
Das Jobcenter prüft, ob die Unterkunftskosten der neuen Wohnung angemessen sind. Soweit der Umzug erforderlich ist, werden die durch den Umzug entstehenden Kosten im notwendigen Umfang übernommen. Über Ihre individuellen Rechtsansprüche werden Sie im persönlichen Beratungsgespräch vor Ort informiert.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Rhein-Erft-Kreises.

Einmalige Leistungen

Auf Antrag können die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende einmalige Leistungen gewähren. Möglich sind Zahlungen beispielsweise, wenn ein Haushalt zu gründen ist oder die Geburt eines Kindes bevorsteht.

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